4 Tage Maui - meine Highlights

2/10/2022

Maui – du verzauberst mich. Ich darf vier Tage auf dieser wunderschönen Insel verbringen und werde einfach mal von meinen Highlights berichten. Dass es auf Maui natürlich noch viel, viel mehr zu sehen und zu erkunden gibt, ist offensichtlich. Aber ein kleiner Einblick in meine persönlichen To Do’s für Maui kann ja auch nicht schaden:).

1. Kanaha Beach Park

Gerade erst gelandet und schon am Strand – so schnell kann es gehen! Der Kanaha Beach Park ist nur etwa zwei Kilometer und weniger als fünf Minuten mit dem Auto vom „Kahului Airport“ entfernt. Da bietet sich dieser Strand als erster Stopp doch perfekt an. Und glaub‘ mir, dieser Strand sorgt für den perfekten ersten Eindruck von Maui. Nicht nur die Landschaft ist wunderschön, mit ein bisschen Glück wird man, so wie wir, sogar von Schildkröten begrüßt.

Schildkröte Maui Kahana Beach Park
Schildkröte Maui Kahana Beach Park

Ein Strand ohne eine Menschenseele und dazu noch drei Schildkröten – einen schöneren Start kann es für unseren Maui Trip fast nicht geben.

photo taken by David Gruetter

2. Kahekii Highway - West Maui

Natürlich ist es auch von der Unterkunft abhängig, wie man seine Tage plant, aber ich kann nur empfehlen, den „Kahekii Hwy“ abzufahren. So haben wir unsere Strecke vom Flughafen bis nach Lahaina zurückgelegt. Der Highway umrundet einmal ganz West-Maui. Der Name der Straße wechselt irgendwann zu „Honoapiilani Hwy“, doch man folgt einfach weiter der Straße – da kann man eigentlich nichts falsch machen.

West Maui Kahekii Highway
West Maui Kahekii Highway

Ein Stopp bei den „Olivine Pools“ ist ein Muss. Das Auto kann oben an der Straße abgestellt werden und man geht zu Fuß weiter. Ein Hinweis: An einigen Parkplätzen auf der Insel sieht man Glasscherben auf dem Boden; Aufgebrochene Autos sind hier keine Seltenheit. Deshalb: Keine Wertsachen im Auto lassen!

Während der gesamten Strecke gibt es immer wieder Parkbuchten und Aussichtspunkte, an denen es sich definitiv lohnt anzuhalten. Als wir das erste Mal aussteigen, werden wir nach den Schildkröten nun auch von Buckelwalen willkommen geheißen, die sich vor der Küste herumtreiben. Hier spielt die Jahreszeit die entscheidende Rolle – Wal Saison ist nämlich nur in den Wintermonaten.

Olivine Pools West Maui Kahekii Highway
Olivine Pools West Maui Kahekii Highway

Nach relativ kurzer Zeit passiert man ein Schild, das einen wegen extremer Brandung und Strömung davor warnt, weiter zu gehen. Und ja, es gibt einen Grund, weshalb dieses Schild dort steht. Man kann ohne Probleme noch weiter nach unten laufen, bis man einen beeindruckenden Blick auf das bewegte Wasser bekommt. Es ist ein wunderschöner und eindrucksvoller Ausblick. Doch ich kann nur davon abraten, bis zu den Pools, also bis auf Meeresspiegelhöhe, hinabzusteigen. Das Wasser sieht in einem Moment super ruhig aus, doch in der nächsten Sekunde wird man von meterhohen Wellen überrascht, gegen dessen Kräfte man machtlos ist. Wir selbst müssen Zeugen werden, wie mit Hubschrauber und Jetskis nach einer Person gesucht wird, die offenbar aus den Pools in die offenen Fluten hinausgespült wurde. Es ist lebensgefährlich, in den Pools baden zu gehen. An diesem Ort ist es wirklich besser, den Ausblick von oben zu genießen und die Kraft der Wellen zu bestaunen, ohne sie selbst spüren zu müssen.

photo taken by David Gruetter

Folgt man der Straße weiter, passiert man etwas später die „Honolua Bay“. Für mich persönlich war nicht die Bay an sich, sondern der kurze Fußweg dorthin, das Highlight. Riesige Bäume und wunderschöne Pflanzen bilden einen mystischen Wald. Es ist sicher keine schlechte Idee, Mückenspray mitzunehmen. Die Bay bietet sich eigentlich sehr gut zum Schnorcheln an, doch das ist stark von der Wasserqualität abhängig. Locals haben uns auf die „Brown Water Advirsory“ aufmerksam gemacht und uns davon abgeraten, hier ins Wasser zu gehen. Außerdem würden die Haie hier sehr nah an den Strand kommen. Doch auch, wenn man nicht ins Wasser geht und „nur“ den Ausblick auf sich wirken lässt, lohnt sich der Stopp schon. Etwas entfernt sind Surfer zu beobachten; die Wellen im Winter sind wahnsinnig hoch und somit ist es ein Spektakel, die Profis dabei zu beobachten, wie sie sich in die Wellen stürzen.

Puaunoa Beach Maui Hawai'i Sonnenuntergang
Puaunoa Beach Maui Hawai'i Sonnenuntergang

Unseren letzten Stopp machen wir am „Pu‘unoa Beach“ für den Sonnenuntergang. Der Strand ist unbeschreiblich schön, und auch unzählige Wale lassen sich wieder in der Ferne blicken. Man blickt auf die Inseln Moloka‘i, Lanai, und je nach dem wo man sich am Strand befindet, auch auf einen Zipfel von Kaho‘olawe. Beim Sonnenuntergang färbt sich der Himmel in den kräftigsten Farben. Mit den Inseln im Vordergrund ergibt sich ein wunderschönes Panorama. Was einem aber bewusst sein muss: Man sieht nicht, wie die Sonne ins Meer „fällt“, sie verschwindet nämlich hinter Lanai.

3. Makena Beach

Makena Pa Ako Beach Maui
Makena Pa Ako Beach Maui

Doch der Ozean und die gefährliche „shorebreak“ sind nicht zu unterschätzen. Gegen die Kraft des Wassers kann man, wenn es einen unerwartet erwischt, nicht wirklich viel tun. Es befindet sich ein Parkplatz direkt am Strand: Hier zahlt man 10$ pro Auto und nochmal 5$ pro Person.

Hier lohnt es sich definitiv, mehrere Stunden zu verbringen. Makena Beach ist meiner Meinung nach der schönste Strand, den ich auf Maui besuche. Da darf man aber natürlich nicht vergessen, dass ich nur vier Tage auf Maui verbringe und bei Weitem nicht alle Strände begutachten kann. Im Winter kann es hier, wie an so vielen Küstenabschnitten der Hawaiianischen Inseln, extrem hohe Wellen haben. Nur wenn man sich der Gefahr bewusst ist und es sich zutraut, sollte man sich hier ins Wasser wagen. Ja, ich gebe zu, es macht natürlich auch Spaß.

photo taken by David Gruetter

4. Haleakala National Park

Haleakala Summit Maui Hawai'i Annerschtwo
Haleakala Summit Maui Hawai'i Annerschtwo

Deshalb macht der zeitliche Puffer auf jeden Fall Sinn. Der Sonnenuntergang in solch einer Höhe ist atemberaubend. Von dort oben ist unter anderem auch der Maunakea auf Big Island zu sehen. Dieser Ausblick ist schwer zu übertreffen.

Mit etwas über 3000 Metern Höhe ist der Haleakala der höchste Berg und Vulkan auf Maui. Da wird ganz schnell klar: Ein Besuch des Haleakala National Parks gehört eindeutig zu den Orten auf Maui, die man besucht haben muss. Man zahlt 30$ Eintritt pro Fahrzeug und erhält ein Ticket, welches für 30 Tage gültig ist. Wenn man, wie wir, den Sonnenuntergang vom „Haleakala Summit“ aus bestaunen möchte, sollte man unbedingt rechtzeitig losfahren, da es sich beim Parkeingang stark stauen kann. Ist das Auto oben geparkt, gibt es die Möglichkeit, zu Fuß noch weiter hoch zu laufen.

photo taken by David Gruetter

Haleakala Summit Panorama Maui Hawai'i
Haleakala Summit Panorama Maui Hawai'i

photo taken by David Gruetter

Es ist auch möglich, zum Sonnenaufgang auf den Haleakala hinaufzufahren. Allerdings ist zu beachten, dass man ein spezielles Ticket online reservieren muss, damit einem der Parkzugang zwischen 3 Uhr nachts und 7 Uhr morgens gewährt wird. Diese Tickets sind extrem begehrt und dementsprechend schwierig zu ergattern. Je früher man den Besuch des Parks plant, desto besser: Die Tickets werden mehrere Monate vorher freigeschalten.

Was man auf dem Haleakala definitiv nicht vergessen möchte, sind warme Klamotten. Das Temperaturempfinden variiert sehr, da der Wind die entscheidende Rolle spielt. Mütze, Handschuhe und eine warme Jacke oder mehrere Pullis sind empfehlenswert. Ich sage mal so: Je wärmer man angezogen ist, desto länger kann man auch oben bleiben. Und das lohnt sich, denn sobald die Sonne untergegangen ist, erscheint über einem nach und nach der schönste Sternenhimmel. Da kann ich jeder und jedem nur ans Herz legen, ein paar Minuten die Kälte auszuharren, um schließlich von den Sternen und sicherlich der ein oder anderen Sternschnuppe belohnt zu werden.

Sternenhimmel Haleakala Maui Hawai'i
Sternenhimmel Haleakala Maui Hawai'i

photo taken by David Gruetter

Für diesen Sternenhimmel nimmt man die Kälte doch gerne in Kauf

5. Whale Watching

Wir sehen die Buckelwale, die aus Alaska hierher kommen, nicht nur auftauchen, sondern das ein oder andere Mal springen. Ein Mutter- und Babywal halten sich um die 20 Minuten in der Nähe unseres Bootes auf. Nachdem die Mutter demonstriert, dass man auch als tonnenschweres Lebewesen seinen ganzen Körper aus dem Wasser befördern kann, versucht der Jungwal seine Mutter zu imitieren. Das klappt mal besser und mal weniger gut – aber unterhaltsam und beeindruckend ist es auf alle Fälle. Zeugin eines solchen Naturspektakels zu werden ist ein einmaliges Erlebnis.

Sollte man so glücklich sein und sich während der Wal-Saison (November bis April – die beste Zeit ist Januar bis März) auf Maui befinden, führt einfach kein Weg an einer Whale Watching Tour vorbei. Auch, wenn man von jedem erdenklichen Ort von der Küste aus die Wale sichten kann – vom Boot aus ist es dann doch nochmal spektakulärer. Natürlich kann man bei einer solchen Tour mehr oder weniger Glück haben, jedoch gibt es von den meisten Anbietern sogar eine Garantie, Wale zu sehen. Wir dürfen uns glücklich schätzen:

Whale Watching Maui Buckelwale
Whale Watching Maui Buckelwale

Die meisten Touren starten in Lahaina. Neben den Walen sieht man auch die Inseln Moloka‘i und Lanai sehr nah und natürlich Maui vom Wasser aus – es gibt schlechtere Panoramen.

photo taken by David Gruetter

photo taken by David Gruetter

6. Lahaina

Wie viel Zeit man in Lahaina verbringen möchte, muss jeder/jede selbst entscheiden. Es gibt eine sehr lange Straße, in der sich die Geschäfte aneinanderreihen. Dementsprechend sind hier auch überwiegend Touristen zu finden. Wenn man sich nach dem ein oder anderen Andenken umschauen will, ist man hier richtig. Beim Shoppen wird man definitiv fündig. Von bekannten Marken wie QuickSilver oder Vans, über Surfshops wie Billabong oder Volcom, bis zu Gallerien mit Gemälden findet man hier alles.

Generell würde ich die Zeit auf Maui aber eher in der Natur verbringen, als sich in die Touristenhotspots zu stürzen:).

7. Sonnenuntergang Keawakapu Beach

Auf Maui gibt es viele schöne Spots um Sonnenuntergänge zu genießen – doch am Keawakapu Beach ist er besonders schön. Vor einem liegen die anderen Inseln und man sieht, wie die Sonne ins Meer „eintaucht“. Der Himmel färbt sich in den schönsten Farben und der Moment ist einfach perfekt. Von einem verlassen Strand oder einem Geheimtipp kann man jedoch nicht sprechen. An diesem Teil der Küste reiht sich ein Luxus-Resort an das nächste. Doch im Endeffekt macht das den Sonnenuntergang nicht weniger schön, gerade wenn man etwas links und rechts neben dem Strand schaut und ein etwas leereres Plätzchen findet.

Sonnenuntergang Keawakapu Beach Maui Hawai'i
Sonnenuntergang Keawakapu Beach Maui Hawai'i

photo taken by David Gruetter

8. Road to Hana

Dass man Maui nicht verlassen kann, ohne die berühmte Road to Hana gefahren zu sein, ist ja wohl klar?! Ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen, dass die Road to Hana es definitiv verdient hat, auf der ganzen Welt bekannt zu sein. Ich möchte hier gar nicht anfangen, jeden einzelnen Ort aufzulisten, an dem es sich lohnt anzuhalten. Es gibt unzählig viele Möglichkeiten zum Anhalten, um aus dem Auto zu steigen und die Aussicht zu genießen oder sich etwas mehr umzuschauen. Man sollte sich nicht zu spät auf den Weg zur Road to Hana machen, tendenziell werden die Parkplätze voller, je später man kommt. Und eines ist wichtig zu wissen: Sind alle Parkbuchten belegt, bleibt einem meistens nichts anderes übrig, als weiterzufahren. Die Straße ist nicht sehr breit, weshalb man sie blockieren würde, wenn man das Auto an der Seite parkt. Perfekt für die Road to Hana ist ein offenes Auto. Aber keine Sorge: Egal welches Fahrzeug man hat, die Straße ist so oder so eindrucksvoll.

Road to Hana Maui Hawai'i
Road to Hana Maui Hawai'i

photo taken by David Gruetter

Aber man verbingt eben auch viel Zeit im Auto und wenn man dann das Glück hat, in einem Caprio oder auf einer Pickup-Ladefläche zu sitzen, kann man die Natur noch intensiver wahrnehmen. Ich kann nur empfehlen, ohne einen ganz konkreten Plan die Road to Hana zu beginnen und sich spontan für Stopps zu entscheiden.

Die Atmosphäre in diesem Teil der Insel ist faszinierend und einmalig. Je nach dem, wie das Licht durch das Blätterdach des Urwalds fällt, meint man, man wäre in einer Traumwelt. Alles was einem hier übrig bleibt, ist die mystische Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Wenn man schließlich in Hana, also am Ende der Straße, angekommen ist, würde ich das Auto nochmal verlassen. In Hana befindet sich ein Shop, in dem man so ziemlich alles findet. Und auch, wenn man eigentlich nichts bestimmtes braucht, kann ich nur empfehlen, einen Blick hineinzuwerfen. Der „Hasegawa General Store“ ist kein Vergleich zu den typischen Touristenshops, die man überall verteilt auf Hawai‘i findet. Es ist mehr die „Local Experience“, die man an diesem Ort bekommt.

9. Kaihalulu Red Sand Beach

Dieser Red Sand Beach ist definitiv einer meiner Highlights auf Maui – einen roten Strand sieht man ja auch nicht alle Tage. Um das einmal vorwegzunehmen: von einem Sandstrand kann man hier nicht sprechen. Der Strand besteht aus kleinen, rötlichen Steinen, auf denen es auch etwas unangenehm sein kann, zu laufen. Aber das sollte einen auf keinen Fall davon abhalten, diesen Strand zu besuchen. Und was einen auch nicht umstimmen sollte: Dieser Strand ist nicht offiziell zugänglich. In anderen Worten: Wie so viele andere Orte auf Hawai‘i ist es (theoretisch) illegal, sich zu diesem Strand zu begeben. Natürlich gibt es keine Garantie, aber es gibt hier normalerweise keine Kontrollen durch die Polizei. Deshalb ist es auch unwahrscheinlich, dass man den Strand für sich alleine haben wird: Leute kommen und gehen und man hat das Gefühl, an einem normal zugänglichen Ort zu sein. Wobei, dazu ist der Strand zu außergewöhnlich und die Umgebung zu beeindruckend. Ein kleiner, nicht allzu langer Pfad, führt zur Bucht hinab. Hier sollte man vorsichtig laufen, lose Steinchen machen den Weg zu einer relativ rutschigen Angelegenheit. Es funktioniert auch mit Badeschlappen, doch festes Schuhwerk ist sicherlich keine schlechte Idee.

Red Sand Beach Maui Hawai'i
Red Sand Beach Maui Hawai'i

photo taken by David Gruetter

Maui hat unglaublich viel zu bieten – noch viel mehr, als man in vier Tagen ansatzweise sehen kann. Doch das gibt einem nur noch einen Grund mehr, um irgendwann zurückzukehren und Maui weiter zu erkunden:).